Ustron bildet eine Stadtgemeinde, auf deren Fläche von 59 km² etwa 15.000 Menschen leben. Neben der Stadt gehören hierzu noch die Stadtteile Jaszowiec und Lipowiec (Lipowetz)
Nach der Entdeckung einer Eisenerzlagerstätte um die Mitte des 18. Jahrhunderts ließ der Grundherr, Herzog Albert von Sachsen-Teschen, in Ustron einen Hochofen und Eisenhammer erbauen. Ustron wurde zu einem Zentrum der Eisenindustrie. Neben der 1815 gegründeten Glockengießerei entstand 1846 ein Walzwerk. In der Folgezeit siedelten sich noch mehrere Maschinenbauer an. Seit 1839 führte Ludwig Hohenegger die Aufsicht über die erzherzöglichen Bergwerke und Hütten in Ustron. Die Blütezeit der Industriegemeinde Ustron, in der der erste europäische Dampfpflug hergestellt wurde, ging aber bald vorüber. Die abgelegene Lage im oberen Weichseltal in den Bergen der Beskiden wurde zum Standortnachteil. Im Jahre 1872 setzte eine Abwanderung fast aller Unternehmen ein. Als Ustron 1888 mit einer Zweigbahn der Strecke zwischen Teschen und Skotschau endlich Anschluss an das Eisenbahnnetz fand, war diese Entwicklung nicht mehr rückgängig zu machen.
Als Alternative zur Industrie betrieb die Gemeinde darauf den Ausbau des Badebetriebes. Schon seit dem 17. Jahrhundert war Ustron für seine Molkekuren bekannt, im 18. Jahrhundert kam noch ein Moorbad und Schlackenbad hinzu. Ustron wurde zu einem Badeort in der Gebirgslandschaft der Beskiden und war seit 1882 österreichischer Kurort.
Nach dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns kam das Dorf 1919 zu Polen. Ustron wurde nach der Besetzung Polens Teil des deutschen Landkreises Teschen und gehört seit 1945 wieder zu Polen.
Seit 1954 besaß Ustron den Status einer stadtartigen Siedlung, 1956 erfolgte die Verleihung des Stadtrechts. Nachdem Ustron bereits seit 1967 als Kurort galt, erhielt die Stadt 1972 die offizielle Anerkennung als polnischer Kurort.
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